pilum

2013/05/15

Social Media 4 | Was hat das mit Projektrettung zu tun?

Sind Sie noch da? Schön! Sie haben in den letzten Wochen, die Social-Media-Trilogie gelesen.

Vielleicht haben Sie sich auch gefragt, was das mit Projektrettung zu tun habe und weshalb ausgerechnet wir uns mit diesem Thema befassen oder ob wir unseren Fokus verlagert hätten.

Zur Frage, was das Projektrettung und Social Media miteinander zu tun hätten, lautet die Antwort: Nichts und alles.

Nichts

Unsere Projekte sind üblicherweise nicht in der Akquisitionsphase, sondern bei der Implementierung aus der Kurve geflogen. Da gilt es, die Situation zu analysieren, vermutlich korrektive Massnahmen auszuarbeiten, neue Planungen zu erstellen und diese zu verhandeln, bevor sie umgesetzt werden dürfen.

Alles

Projektleitung und noch viel mehr Projektrettung ist in erster Linie Kommunikation. Bei der Projektrettung sind oft noch ein paar mehr oder weniger populäre Entscheidungen zu treffen, die ihrerseits kommuniziert werden müssen.

Der Satz «die Kommunikation ist schlecht», ist meist wahr, aber immer zu oberflächlich und völlig verbraucht. Zu analysieren gilt es, was an der Kommunikation verbessert werden kann, was darunter im spezifischen Fall zu verstehen ist und was man tun kann, damit das nächste Projekt keiner Rettung bedarf. Im weitesten Sinne sind auch Prozessänderungen Kommunikation.

Verlagert?

Wenn Sie fragen, ob wir unseren Fokus verlagert hätten, ist unsere Antwort: Nein, aber erweitert.

Kaum jemandem in unseren Breitengraden sind die Begriffe «IT-Projektrettung» oder «IT Project Rescue» geläufig, weshalb sie bei Google selten gesucht werden. Versuchen Sie es. Wenn Sie von der Schweiz aus danach suchen, liefert Ihnen Google rund drei Seiten Ergebnisse, die alle von pilum stammen. Sogar beim englischen Suchbegriff rangieren wir mehrmals auf der ersten Seite, obwohl dieser im anglosächsischen Raum gut verankert ist. Die Ergebnisse für Recherchen aus Deutschland oder Österreich weichen kaum davon ab.

In anderen Worten, wir sind weit und breit die einzigen, die diese Dienstleistung anbieten. Die Serverstatistik lässt auch einige Rückschlüsse zu, da unser Whitepaper reissenden Absatz findet.

Konklusion

Also ist unsere Mission nicht nur das Projektretten selbst, sondern auch, unsere Mission zu verbreiten. Das ist übrigens die Botschaft von der wir im letzten Newsletter gesprochen haben. Es könnte also durchaus sein, dass wir Ihnen bei den korrektiven – oder präventiven – Massnahmen in Zukunft die Verwendung von Social Media empfehlen.

Mittlerweile fühlen wir uns sogar in der Lage, Sie in der Konzepterstellung zu unterstützen. :-)

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Das ist vorerst der letzte Teil zum Thema Social Media. Bitte klicken Sie auf folgende Links, wenn Sie einen der anderen drei Teile lesen möchten.

 

2013/05/08

Social Media 3 | Konzepte für Social Media

Filed under: social media. deutsch. — Tags: , , , , — supernova @ 4:05 AM

Wir kommen endlich zum Konzept und dazu, was dafür besonders wichtig ist.

Social Media ist nicht reines Marketing, sondern muss Teil der Corporate Identity, also der Firmenkultur sein. Es ist nicht nur ein weiterer Verkaufskanal, sondern eine Diskussionsplattform.

Natürlich bedeutet das unter anderem die unbedingte Einhaltung des Corporate Designs, die ja eine Untermenge von Corporate Identity und die Spitze des Eisbergs bildet.

Ihre Botschaft

Unabhängig davon, was für eine Art Unternehmen Sie sind, müssen Sie die Botschaft, die Sie nach aussen tragen wollen, definieren. Damit ist nicht ein blosser Slogan wie «Wir schaffen alles» oder ähnliches gemeint.  Ihre Kunden müssen erkennen, wer Sie sind. Das gilt auch dann, wenn Sie einen Laden oder eine Praxis haben und lediglich eine Facebook-Seite mit vielen «Gefällt mir»-Klicks benötigen.

Wie immer, wenn es um Änderungen geht, muss man zuerst vor der eigenen Türe kehren. Bevor wir uns also auf unsere (potenziellen) Kunden stürzen, brauchen wir einen internen Konsens darüber, wer wie mit wem worüber diskutieren darf. Und sie müssen Ihre Mitarbeiter zu Fans Ihres Produkts und Unternehmens machen, damit Ihre Marke positiv vertreten wird.

Experten empfehlen deshalb, dass das Management eine Task Force ernennen sollte, welche die Mitarbeiter in firmengerechter Social Media-Kommunikation schult und eventuell auch feststellt, wenn es bezüglich der Produktekenntnisse Mängel zu beheben gibt.

Wer kommuniziert wie?

Als nächstes muss entschieden werden, welche Plattformen für interne und externe Kommunikation gewählt werden. Das hängt selbstverständlich von Faktoren, wie Grösse, Geschäftsfeld, geografischer Verteilung etc. ab.

Vielleicht möchte das Topmanagement wichtige Veränderungen intern über Video bekannt geben. In diesem Fall brauchen diese Personen auch eine Schulung, die eventuell die Task Force organisieren kann.

Der Support wiederum kann – das wird heute bereits gemacht – mit den Kunden über Twitter in Echtzeit zusammenarbeiten. Dann müssen Konventionen über den Kommunikationsstil erarbeitet werden. Die Mitarbeiter müssen wissen, was ein Hash-Tag ist und wie er sinnvoll eingesetzt werden kann. Nur für den Fall: ein #Hashtag ist ein Begriff, der wie eine Suchfunktion wirkt und mit # gekennzeichnet wird. Klickt man darauf, findet man alles, was unter diesem #Begriff schon gesagt worden ist.

Die Marketing-Abteilung arbeitet vielleicht mit einer anderen Plattform und der Kommunikationserfolg muss auch noch messbar sein.

Die Gefahren für ein «soziales Unternehmen»

«Soziales Unternehmen» ist in diesem Zusammenhang rein auf Social Media-Benutzung zu beziehen und erhebt keine ethischen Ansprüche. Natürlich wird immer wieder vor den Gefahren gewarnt, die daraus entstehen, dass jeder Mitarbeiter, der letztlich Ihr Unternehmen vertritt, mit jeder Kundin  sprechen und mit allen Interessenten auf eine Weise kommunizieren darf, welche theoretisch die ganze Welt hören kann. Keine Frage, dass es ein gewisses Gefahrenpotenzial gibt. Andererseits ist auch in der nicht digitalen Welt der unmotivierteste Mitarbeiter der teuerste. Ausserdem:  möchten Sie einen Mitarbeiter, dem Sie nicht trauen, auf der Gehaltsliste haben? Ich denke nicht. Und wenn man Leuten Vertrauen schenkt, erhöht das erfahrungsgemäss auch deren Motivation.

Zum Schluss noch ein paar Zahlen

Forrester erhebt, dass 51% der Mitarbeiter, die Social Media benutzen angeben, ihre Produktivität sei gestiegen.

Gartner glaubt, dass bereits 2015 20% der Unternehmen, die Social Media nicht nur zu Marketingzwecken nutzen, die Wachstumsführer in ihrer jeweiligen Brache sein werden.

Wie?

Ein Klick auf das Bild in der Mitte bringt Sie zu zwei Dokumenten zum Thema Social Media. Wir haben diese zusammengestellt, weil wir denken, dass diese Sie bei der Erarbeitung Ihres Social Media-Konzept und im täglichen Umgang mit den neuen Medien unterstützen.

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Hier finden Sie die früheren Artikel zum Thema Social Media

 

2013/05/01

Social Media 2 | Warum Kommunikation nach Plan?

Filed under: social media. deutsch. — Tags: , , , , — supernova @ 4:01 AM

Erinnern Sie sich, dass ich letzte Woche behauptet habe, dass es bei der Kommunikation via Social Media vor allem am Konzept scheitere?

Ich könnte Ihnen das anhand namhafter Firmen beweisen. Die haben zwar einen Twitter-Account, jedoch in sechs Monaten vielleicht 20 Meldungen versandt und die Anmeldung bei Facebook scheint eine sehr spontane Idee gewesen zu sein.

Die Altimeter Group  hat herausgefunden, dass 70% der Unternehmen ihre Ziele zwar mit Hilfe von Social Media erreichen, aber nur 43% einen spruchreifen Plan haben. Also geht es auch ohne Plan? Geht es dann eine Zeitlang gut und in ein paar Monaten profilieren sich Experten zum Thema Social-Media-Projektrettung? Ein denkbares Szenario, auch wenn die Altimeter Group das wohl nicht so meint, sondern nur darauf hinweisen will, dass Unternehmen ihr Potenzial nicht ausnutzen und ihnen so Umsatz entgeht.

Meine Vermutung ist, dass die Konzepte nicht gemacht werden, weil einerseits zu wenig Wissen vorhanden ist und andererseits die Firmen noch nicht entschieden haben, ob es sich denn überhaupt lohnt, Zeit, ergo Geld, in diese Medien zu investieren. Marktstudien belegen jedoch, dass die Antwort ein klares Ja ist und Gartners lakonisch anmutendes Urteil lautet: «Unternehmen müssen in sozialen Netzwerken aktiv werden oder sie werden den Anschluss verlieren.»

Vielleicht sollte an dieser Stelle geklärt werden, weshalb Social Media so wirksam sind. Das liegt daran, dass es eine Art Mundpropaganda ist. Leute geben Empfehlungen über Produkte ab oder beschweren sich. Üblicherweise ist Mundpropaganda eine Eins-zu-eins-Kommunikation. Nicht so auf den Social Media-Plattformen, da hören Hunderte von Menschen zu.

Zahlen und Beispiele

Dazu kann ich Zahlen und zwei Beispiele liefern. Clickfox, ein Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, Kundenerfahrungen und –meinungen zu analysieren, hat erhoben, dass 97% der Kunden angäben, sich von Kommentaren anderer Kunden etwas bis sehr beeinflussen zu lassen.

Ein Bekleidungsgeschäft in den USA stellt seine Kollektion auf Facebook zur Bewertung vor. Das heisst, die Besucher können individuell für jedes Kleidungsstück «Gefällt mir» klicken. Offenbar nimmt dieses Geschäft die Kundenmeinungen sehr ernst, denn sie haben jetzt Kleiderbügel, die in Echtzeit die Anzahl «Gefällt mir» der Kleidungsstücke anzeigen, was sich offenbar extrem auf die Verkaufszahlen niederschlägt. (Quelle)

Eine andere Anekdote, die vor allem für das bereits angesprochene Zuhören spricht, habe ich in einem Blog gelesen. Ein Herr möchte in einem Hotel in einer Grossstadt einchecken und wartet seit über einer Stunde. Genervt tut er seinen Unmut via Twitter kund und scheut sich nicht, den Namen des Gasthofs anzugeben. Die Konkurrenz hört mit, meldet sich über Twitter zurück, dass er in zehn Minuten in ihrem Haus einchecken könne. Auch das hat die halbe Welt gehört und das aufmerksame Hotel hat am selben Nachmittag 20 weitere nicht reservierte Zimmer vergeben.

Dass Social Media einen bestimmten Mehrwert bieten kann, nehmen Sie mir jetzt vielleicht ab, sagen sich aber, dass Ihr Unternehmen etwas grösser sei und die Kunden nicht Endverbraucher, sondern ebenfalls Firmen seien. Und wenn Sie mir jetzt vorwerfen, dass ich das nicht berücksichtig hätte und auch immer noch nicht zum Wie gekommen sei verstehe ich das und gelobe Besserung. Aber wie könnte ich erwarten, dass Sie für teures Geld ein Konzept machen wollen, wenn Sie nicht mit Recht annähmen, dass es sich lohnen könnte?

Nächsten Mittwoch kommen wir zu den Fragen, die das Konzept selbst betreffen. Versprochen. Auch bin ich mir bewusst, dass ich Ihnen noch erklären muss, was das alles mit pilums Kernkompetenz zu tun hat.

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Den ersten Teil zum Thema Social Media können Sie auf unserem Blog nachlesen.

2013/04/24

Story 05 | 2013 | Social Media 1 | Facebook und nun?

Social Media sind sehr in Mode, aber schon lange keine Modeerscheinung mehr, wie die wachsende Zahl der Nachrichten in Form von Bildern, Videos, Blogs, Tweets etc. belegt. Und denken Sie bitte nicht, das seien alles nur Freizeitaktivtäten von Leuten, die keine Offline-Freunde haben und deshalb auf Facebook Zuflucht suchen müssten.

Diese Phase haben diese Kommunikationsplattformen hinter sich und bemühen sich verstärkt, den professionellen Gebrauch zu unterstützen. Und wenn Sie Social Media – so wie wir – geschäftlich und mehrsprachig einsetzen, sind Ihnen vermutlich schon folgende Dinge aufgefallen.

Erfolg

Sofern man sich darüber je Illusionen gemacht hat, ist spätestens nach ein paar Wochen klar, dass Social Media das eigene Unternehmen nicht über Nacht zum Star werden lassen. Social Media ist Knochenarbeit, auch wenn Sie – das gilt zumindest für die Autorin – Spass macht.

Mehrere Plattformen

Da wir jetzt begriffen haben, dass es um echte Arbeit geht, besitzen wir im Handumdrehen mehr Profile auf verschiedenen Plattformen, als Finger an beiden Händen. Es ist wirklich viral.

Bei aller Begeisterung muss man sich zwischen den Plattformen entscheiden – unter Umständen ist eine davon wirklich ausreichend – und sehen, wo man sein Publikum findet, das ins Geschäftsmodell passt und das möchte, was man anbietet. Da kommt ein Faktor hinzu, der auch im Offline-Leben angesagt wäre, aber oft nicht befolgt wird: Um etwas Passendes zu einem Thema sagen zu können, muss man erst einmal zuhören, sprich lesen. Aus meiner Sicht, ist das schon Grund genug, alle Mitarbeiter der Marketing- und Sales-Abteilung an einen Social Media-Kurs zu schicken.

Sklave des Systems

Wenn man regelmässig bloggt und die Beiträge über die verschiedenen Social Media-Plattformen in die Welt hinausträgt, hat man bald eine internationale Leserschaft (im Jargon heisst das «Community») und einen 24-Stunden-Betrieb, sieben Tage die Woche. Das ist natürlich nicht auszuhalten und dennoch will man niemanden verärgern.

Um dem Sklaven-Dasein zu entgehen und dennoch möglichst niemanden zu brüskieren, gibt es in meinen Augen nur zwei Mittel, die beide unentbehrlich sind.

Software
Man braucht eine Software, die einem erlaubt, alle Konten auf einen Blick zu sehen und Nachrichten im Voraus zum Versand zu planen. Man kann so problemlos einen Monat planen, zeitzonengerecht kommunizieren und sich anderen Dingen zu widmen.

Konzept
Ein Konzept muss her. Es regelt, wer wann was wem mitteilen soll. Das erinnert Sie vielleicht an den Kommunikationsplan, der unbedingt zum Projektmanagement gehört.

Vermutlich erstaunt es Sie wenig, dass es ausgerechnet beim Konzept hapert.

Darüber, warum ein Konzept so wichtig ist, wie dieses aussieht und was das alles mit Projektrettung und Projektmanagement zu tun hat, berichten wir in den nächsten Wochen.

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